Aktueller Standort:Zuhause > Unternehmen > Nachricht > Neueste Nachrichten > Tägliche Wartungsliste für den Präzisionspositionierschlitten: Auswahl des Schmierfetts und Befüllzyklus

Tägliche Wartungsliste für den Präzisionspositionierschlitten: Auswahl des Schmierfetts und Befüllzyklus

Date: Jan 14 2026

Die Lebensdauer und Präzisionsstabilität von Präzisions-Positioniertischen (z. B. Komponenten wie Linearführungen, Kugelgewindetriebe, Kreuzrollen usw.) hängen zu 80 % von der Wartung des Schmiersystems ab. Als zentrales Medium zur Reibungsreduzierung, Wärmeableitung und Korrosionsverhütung kann die falsche Wahl oder veraltete Anwendung von Schmierfett zu beschleunigtem Verschleiß der Führungsschienen, Positionierabweichungen, erhöhter Geräuschentwicklung und sogar zu Blockierungen führen. Dieser Artikel stellt einen Wartungsplan vor, der sich direkt umsetzen lässt und drei Aspekte umfasst: die Logik der Schmierfettwahl, die Festlegung des Nachfüllzyklus und den standardisierten Betriebsprozess.


Präzisions-Positionierschlitten


I. Auswahl des Schmierfetts: Der Kern besteht darin, dass es „den Betriebsbedingungen entspricht“.

Die Leistungsfähigkeit des Schmierfetts muss genau auf die Bewegungsparameter des Gleittisches (Geschwindigkeit, Belastung), die Umgebungsbedingungen (Temperatur, Staub) und die Werkstoffe der Komponenten (Metall/Keramik) abgestimmt sein, um eine „Überschmierung“ oder „Unterschmierung“ zu vermeiden.

1. Wichtige Parameter: Die Fettgüteklasse verstehen

Die Klassifizierung von Schmierfetten umfasst typischerweise die Viskosität des Grundöls, die Art des Verdickungsmittels und die NLGI-Konsistenzklasse. Folgende Indikatoren erfordern besondere Beachtung:

Der Einfluss der Parameterbedeutungen auf die Schiebetabelle

Die Viskosität von Basisölen wird üblicherweise nach ISO VG-Klassifizierung (z. B. VG32, VG68) eingeteilt. Sie gibt die kinematische Viskosität (mm²/s) bei 40 °C an. Ist die Viskosität zu niedrig, neigt der Ölfilm zum Aufreißen (Verschleiß). Ist sie zu hoch, erhöht sich der Widerstand (Wärmeentwicklung, hoher Energieverbrauch).

Die NLGI-Konsistenzklassen reichen von 0# (weich) bis 6# (hart), wobei eine höhere Zahl eine höhere Konsistenz bedeutet. Für Präzisionsschlitten werden üblicherweise die Konsistenzklassen 1# bis 3# verwendet. Für Präzisionsführungen wählt man 2# bis 3# (unter Berücksichtigung von Fließfähigkeit und Haftung). Bei hohen Belastungen und niedrigen Geschwindigkeiten empfiehlt sich 3# bis 4# (druckfest).

Verdickungsmittelarten: Lithiumbasiert (universell), Lithium-Kompositfett (Hochtemperatur), Polyharnstoff (langlebig), Bentonit (breiter Temperaturbereich). Lithiumbasiertes Fett bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (anwendbar von -20 bis 120 °C). Für Hochtemperaturumgebungen (> 150 °C) wählen Sie Lithium-Kompositfett oder Polyharnstoff. Für Reinräume ist aschefreies Fett erforderlich.

Additive: Hochdruckmittel (EP, Schutz vor hohen Belastungen), Rostschutzmittel (Korrosionsschutz), Antioxidationsmittel (verlängerte Lebensdauer), Festschmierstoff (MoS₂, Notfallschmierung). EP-haltige Additive sind für hohe Belastungen/Stoßbelastungen unerlässlich. In feuchten Umgebungen sollten Produkte mit Rostschutzmitteln gewählt werden. Bei hohen Geschwindigkeiten sind reibungsarme Additive (z. B. PTFE) empfehlenswert.

2. Wählen Sie das Fett entsprechend der Art der Führungsschiene.

Die Reibpaareigenschaften verschiedener Führungsschienenkonstruktionen variieren stark, daher ist eine gezielte Auswahl erforderlich.

Führungsschienentyp, Reibpaareigenschaften, empfohlener Schmierfetttyp, verbotener Schmierfetttyp

Kugelgelenk-Führungsschienen-Punktkontakt, niedrigviskoses, synthetisches, ölbasiertes Lithiumfett für hohe Geschwindigkeiten und niedrige Belastungen (ISO VG32–46, NLGI 1#–2#), hochviskoses Fett mit EP-Zusätzen und Antioxidantien (z. B. THK AFG) (> VG68), Feststoffpartikelfett

Kontaktfläche der Kreuzrollenführungsschiene, mittlere und hohe Belastung, Kippmoment, mittelviskoses, lithiumbasiertes Fett (ISO VG68~100, NLGI 2#~3#), niedrigviskoses Fett mit Hochdruckzusatz (z. B. IKO LWA) (< VG32), leicht zerfallendes Fett

Gleitschienenkontakt, niedrige Drehzahl, hohe Belastung, leicht kriechendes, hochviskoses Lithiumfett (ISO VG100–220, NLGI 3#–4#), niedrigviskoses Fett mit MoS₂-Festschmierstoffen (z. B. NSK LG2), Kalziumfett mit Feuchtigkeit

Kugelgewindetriebe, Gewindepaare, Hochgeschwindigkeits-, kriechhemmendes, niedrigviskoses, synthetisches Ölfett (ISO VG32-46, NLGI 1#), hochviskoses Fett mit Gleitmitteln (z. B. HIWIN GV3) (neigt zur Ansammlung zwischen den Gewindegängen)

3. An die Umgebungsbedingungen anpassen.

• Temperatur:

• Raumtemperatur (-20 bis 80℃): Lithiumbasierte Universalfette (z. B. Shell Gadus S2 V220 2);

• Hohe Temperaturen (80-200℃): Komplexe Lithiumfette (wie Mobil Polyrex EM) oder Polyharnstofffette (wie Kluber Summit LCG 111);

• Niedrige Temperatur (-40 bis -20 °C): Synthetische, ölbasierte Lipide mit niedriger Viskosität (z. B. ISO VG15 bis 22, NLGI 0#, z. B. Dow Corning Molykote G-0100).

• Staub/Feuchtigkeit: Wählen Sie ein Dichtungsfett (mit Rostschutzmitteln und Antiemulgatoren) oder installieren Sie eine Schutzabdeckung (z. B. eine Faltenbalgabdeckung) auf dem Gleittisch, um zu verhindern, dass sich Staub vermischt und den Ölfilm beschädigt.

• Reinraum (Klasse 1000 oder darunter): Wählen Sie staubfreies Schmierfett (z. B. NYOGEL 774A, Partikelgröße ≤10μm) und vermeiden Sie Silikonöle (flüchtig und anfällig für Luftverschmutzung).

4. Prinzip der Markenkompatibilität

• Verschiedene Marken/Arten von Fetten dürfen nicht gemischt werden: Basisöle und Verdickungsmittel können chemische Reaktionen eingehen (beispielsweise verfestigt sich die Mischung aus Fetten auf Lithium- und Calciumbasis), was zu einem Versagen der Schmierung führt.

Beim Markenwechsel ist eine gründliche Reinigung erforderlich: Zuerst muss das alte Fett mit Petroleum oder einem speziellen Reinigungsmittel entfernt werden, dann muss es getrocknet und neues Fett hinzugefügt werden (der Anteil an verbleibendem alten Fett sollte weniger als 5 % betragen).

II. Füllzyklus: Dynamische Kalibrierung zur Vermeidung eines Einheitsansatzes

Der Füllzyklus sollte umfassend unter Berücksichtigung von Nutzungsintensität, Belastung, Drehzahl und Umgebungstemperatur ermittelt werden. Im Mittelpunkt steht die Überwachung des Schmierzustands, nicht eine feste Zeitvorgabe.

1. Allgemeiner Referenzzeitraum (unter keinen Überwachungsbedingungen)

Anwendungsszenarien: Beladegeschwindigkeit, Umgebungstemperatur, Füllzyklus

Intermittierender Betrieb (weniger als 4 Stunden pro Tag), geringe Last (≤ 50 % der Nennlast), niedrige Geschwindigkeit (≤ 0,5 m/s), normale Temperatur (20–30 °C), einmal alle 6 Monate

Dauerbetrieb (8 bis 16 Stunden pro Tag), mittlere Last (50 % bis 80 %), mittlere Geschwindigkeit (0,5 bis 1 m/s), normale Temperatur, einmal alle 3 Monate

Hochfrequenzbetrieb (mehr als 16 Stunden pro Tag), hohe Auslastung (mehr als 80 %), hohe Geschwindigkeit (mehr als 1 m/s), hohe Temperatur (mehr als 40 °C), einmal im Monat

2. Dynamische Anpassung: Beurteilt anhand von „abnormalen Signalen“

Wenn die folgenden Phänomene auftreten, ist eine sofortige Fettauffüllung oder eine Verkürzung des Zyklus erforderlich:

• Erhöhte Geräuschentwicklung: Die Führungsschiene erzeugt ein ungewöhnliches, "rasselndes" Geräusch (Ölfilmriss, direkter Metallkontakt);

• Erhöhter Laufwiderstand: Beim manuellen Verschieben des Schiebetisches kommt es zu deutlichen Blockierungen (das Fett ist verhärtet oder unzureichend);

• Temperaturanstieg: Die Oberflächentemperatur des Gleittisches ist um mehr als 10℃ höher als üblich (die Reibungswärmeerzeugung verstärkt sich);

• Verfärbung des Fettes: Normales Fett ist hellgelb. Wenn es schwarz oder grau wird (Metallspäne enthält) oder unangenehm riecht (Oxidation und Zersetzung), muss es vollständig ersetzt werden.

3. Erstbefüllung und Austauschzyklus

• Erste Befüllung: Nach der Installation des neuen Schiebetisches muss das vom Hersteller vorgeschriebene Erstfett eingefüllt werden (in der Regel 60 bis 80 % des Innenraums des Schiebeblocks, um eine übermäßige Fettmenge und damit eine Erwärmung während des Rührvorgangs zu vermeiden).

• Vollständiger Austauschzyklus: Auch wenn es nicht erschöpft ist, muss es alle 12 bis 24 Monate vollständig ausgetauscht werden (altes Fett verliert nach der Oxidation seine Schmierfähigkeit), insbesondere in Umgebungen mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit sollte der Austauschzyklus auf 12 Monate verkürzt werden.

III. Standardisierte Abfüllverfahren

Schritt 1: Vorbereitungen

• Werkzeuge: Spezielle Fettpresse (zusammen mit einer Nadel des entsprechenden Durchmessers, z. B. einer 1-2 mm feinen Nadel für die Schmierbohrung des Schiebers), fusselfreies Tuch, Bürste, Drehmomentschlüssel (überprüfen Sie den festen Sitz der Schmierbohrungsschraube).

• Umgebung: Schalten Sie die Maschine aus und trennen Sie sie vom Stromnetz. Reinigen Sie die Oberfläche des Schiebetisches vom Staub (verwenden Sie Druckluft, um Ablagerungen in den Spalten zu entfernen).

Schritt 2: Altes Fett entfernen (beim ersten Mal oder beim Austausch).

Lösen Sie die Fettablassschraube an der Seite des Schiebers (falls vorhanden) und entfernen Sie das alte Fett mit einer Bürste.

Eine kleine Menge Reinigungsmittel (z. B. Kerosin) einfüllen und den Schiebetisch wiederholt (manuell oder mit niedriger Geschwindigkeit) bewegen, um das Altfett abzuführen.

Trocknen Sie die restlichen Reinigungsmittelreste mit einem fusselfreien Tuch ab, um sicherzustellen, dass keine Flüssigkeitsrückstände vorhanden sind (um ein Verdünnen des neuen Fetts zu vermeiden).

Schritt 3: Neues Fett hinzufügen

• ÖL-Einfüllöffnung: Die Öleinfüllöffnung des Kugelführungsschienengleiters (normalerweise an der Seite des Gleiters, gekennzeichnet mit „OIL“ oder dem Ölkannen-Symbol); Die Ölöffnung der Kugelgewindemutter.

• Füllvolumen:

• Schieber: Geben Sie jeweils 0,5 bis 2 g (etwa so groß wie eine Sojabohne) hinzu. Es empfiehlt sich, dass eine kleine Menge neues Fett aus dem Inneren des Schiebers überläuft (zu viel wird herausgedrückt und verschwendet, zu wenig führt zu unzureichender Schmierung).

• Gewindespindelmutter: Tragen Sie eine dünne Schicht gleichmäßig entlang des Gewindes auf (Dicke ≤0,1 mm), um eine Ansammlung am Ende zu vermeiden.

• Wichtige Hinweise zur Bedienung: Drücken Sie die Liposuktionspistole langsam, um das Eindringen von Luftblasen zu vermeiden. Ziehen Sie nach dem Befüllen die Schraube der Öleinfüllöffnung fest (das Drehmoment sollte den Herstellerangaben entsprechen, z. B. 2 bis 3 Nm für M4-Schrauben).

Schritt 4: Führen Sie die Überprüfung durch.

Starten Sie die Maschine und lassen Sie sie 5 bis 10 Minuten lang unbelastet laufen, um zu beobachten, ob ungewöhnliche Geräusche oder Verzögerungen auftreten.

• Verwenden Sie ein Infrarotthermometer, um die Temperatur des Schiebetisches zu messen (die normale Betriebstemperatur sollte ≤ Umgebungstemperatur +15℃ betragen).

Notieren Sie das Datum der Zugabe, die Art des Fettes und die verwendete Menge (führen Sie ein Wartungsbuch ein).

IV. Vorsichtsmaßnahmen: Vermeiden Sie 5 häufige Irrtümer bei der Pflege

Der Irrglaube „je mehr, desto besser“: Zu viel Fett kann zu erhöhtem Rührwiderstand, Wärmeentwicklung und sogar dazu führen, dass es in die Führungsschienenbahn gepresst wird und die Stahlkugeln verunreinigt (insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten).

2. Der Irrglaube „niemals ersetzen“: Fett verliert durch Oxidation und Wasseraufnahme allmählich seine Wirksamkeit. Selbst wenn es nicht aufgebraucht ist, muss es regelmäßig ersetzt werden (siehe „vollständiger Austauschzyklus“).

3. Irrtum über den „allgemeinen Fettersatz“: Der Ersatz von Präzisionsführungsschienenfett durch gewöhnliches Fett (kalziumbasiertes Fett) führt aufgrund seines niedrigen Tropfpunkts (< 90℃) und seiner schlechten Wasserbeständigkeit zu einem schnellen Ausfall.

4. Irrtum „Vernachlässigung der Abdichtung“: Lose Schrauben an den Öleinfüllöffnungen oder das Fehlen von Dichtringen können zu Fettleckagen und Staubeintritt führen (die Dichtheit der Dichtungsteile sollte bei jeder Wartung überprüft werden).

5. Irrtum „Keine Aufzeichnungen“: Ohne ein Wartungsbuch zu führen, ist es unmöglich, die Ursache eines Schmierstoffausfalls zu ermitteln (z. B. ob eine bestimmte Charge Schmierfett Qualitätsprobleme aufweist).

V. Von führenden Herstellern empfohlene Fette (als Referenz)

Empfohlene Eigenschaften des Schmierfetts für die Führungsschienenmodelle des Herstellers

THK HSR-Serie Kugelführung AFG-Fett (ISO VG32, NLGI 2#) Geräuscharm, lange Lebensdauer (10.000 km)

Die HIWIN EGR-Serie Kreuzrollenführung GV3-Fett (ISO VG68, NLGI 2#) zeichnet sich durch hohe Verschleißfestigkeit und Kippsicherheit aus.

Linearführungsschienen der IKO LRX-Serie, LWA-Fett (Verbundfett auf Lithiumbasis, ISO VG100), hochtemperaturbeständig (150 °C), mit EP-Zusatzmittel

Das NSK LH-Serien-Gleitführungsfett LG2 (mit MoS₂, ISO VG220, NLGI 3#) eignet sich für Anwendungen mit Kriechverhalten, hoher Belastung und niedriger Drehzahl.

Zusammenfassung

Die Kernaufgabe der Schmierung von Präzisions-Positioniertischen besteht in der bedarfsgerechten Anpassung, dynamischen Justierung und standardisierten Bedienung: Wählen Sie das passende Schmierfett anhand der Führungsschienenart, der Belastungsgeschwindigkeit und der Umgebungsbedingungen. Kalibrieren Sie den Füllzyklus dynamisch anhand von Störungsmeldungen. Befolgen Sie strikt den Prozess „Reinigen – Befüllen – Prüfen“ und führen Sie ein Wartungsprotokoll zur Rückverfolgbarkeit. Denken Sie daran: Regelmäßige Schmierung ist keine zusätzliche Arbeit, sondern eine minimale Investition, um die Lebensdauer des Positioniertisches zu verlängern und die Genauigkeit zu gewährleisten.

Etikette:
Empfohlenes Produkt